Informationen

Was ist die Reittherapie?

Die Reittherapie nutzt als ein Bereich der pferdegestützten Interventionen das Pferd als ein Medium in der Therapie. Das Pferd unterstützt als Co-Therapeut die Klienten ihre Handlungskompetenzen aufzubauen oder zu erweitern. Durch meine ergotherapeutische Sichtweise steht bei mir vorrangig der Klient ganzheitlich mit seinen Betätigungsanliegen und das Pferd als Motivationsträger im Mittelpunkt des therapeutischen Prozesses.

Zielgruppe

Meine reittherapeutischen Angebote richten sich an Menschen jeden Alters mit einem Betätigungsproblem.
Betätigung als ein zentraler Begriff in der Ergotherapie umfasst alle Aktivitäten und Aufgaben des alltäglichen Lebens (Miesen, 2004). Somit können Betätigungsanliegen auf psychische, körperliche oder seelische Problematiken zurückzuführen sein.

Kontaindikationen

Folgende Diagnosen sind absolute Kontraindikationen in der Reittherapie:

Akut entzündliche Prozesse mit Fieber, akute Schübe einer chronischen Erkrankung, akute Spondylodytis, akute Thrombosen und Thrombophlebitiden, frische Frakturen, Gelenkarthrodesen (die Sitz auf dem Pferd verhindern), Atlanto- Axiale Instabilität, nicht kompensierte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Implantierte Herzdefibrillatoren, nicht kompensierte Lungenerkrankungen, extreme Allergie gegen Pferdehaare/ Staub, Dekubiti oder offene Wunden die Kontakt am Sattel haben, unüberwindbare Angstzustände im Zusammenhang mit dem Pferd, Essstörungen mit starken Untergewicht, akute Psychosen, Gleichgewichtsstörungen, Epilepsie (nicht anfallsfrei seit 1 Jahr), schwerwiegende Verhaltensstörungen.

Folgende Diagnosen sind relative Kontraindikationen, bei denen es einer ärztlichen Abwägung der Risiken bedarf:

leichte Allergie gegen Pferdehaare/ Staub, Epilepsie (anfallsfrei seit 1 Jahr), (operative) Versteifungen der Wirbelsäule, Instabile Spondylolyse und Spondylolisthesis, Skoliosen ab 40°, akute Bandscheibenvorfälle vor Allem mit neurologischen Ausfällen, Schwere Arthrosen im Hüft- und Kniegelenk, Metallimplantate, Endoprothesen, Osteoporose, fixierte Fehlhaltungen, Blutgerinnungshemmende Medikamente, Blutgerinnungsstörungen, erworbene Herzerkrankungen, Hypertonie mit Neigung zu Blutdruckkrisen, schlecht eingestellter Diabetes mellitus, deutliches Übergewicht, Blasendauerkatheter, Tracheostoma, Trachealkanüle, Epilepsie, Myositis ossificans neuropathica, psychogene Essstörung mit starkem Untergewicht.

Bei Unklarheiten kommen Sie gerne auf mich zu!

Ablauf/Therapeutischer Prozess

Meine Arbeit orientiert sich nach dem ergotherapeutischen Prozess. Als vereinfachte eigene Darstellung (Jerosch-Herold, 2009):


Verwendete Literatur:
Jerosch-Herold, C. et al. (2009): Konzeptionelle Modelle für die ergotherapeutische Praxis. 3. Auflage, Springer-Verlag, Berlin.
Miesen, M. (2004): Begriffsbestimmung Ergotherapie. In: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.: Berufsprofil Ergotherapie. Schulz-Kirchner Verlag, Idstein, S.158.